Die Herpesinfektion-was Sie wissen müssen!

Das EHV-1 Virus

Eine Infektion mit EHV-1 besteht aus drei aufeinanderfolgenden Phasen, welche sich auch teilweise überschneiden können:

  1. Infektion und Vermehrung in den oberen Atemwegen
  2. Ausbreitung von Virus über die Blutbahn (Virämie)

 III. Infektion der kleinen Blutgefäße im Rückenmark mit Folge von infarktähnlichen Veränderungen und neurologischen Ausfallserscheinungen (schwankender Gang, Harnabsatzstörungen, evtl. Festliegen).

Die erste und die zweite Phase gehen oftmals mit hohem Fieber einher.

Ein Impfschutz beeinflusst diese ersten beiden Phasen in ihrer Auswirkung und können auch oftmals ein Ausbrechen verhindern.

 

Was kann man während einer Stallinfektion mit EHV-1 tun ?

Zunächst einmal Ruhe bewahren. EHV Bestandsausbrüche beschränken sich in den meisten Fällen auf einen einzelnen Bestand und breiten sich in der Regel nicht aus. Ein Bestandsproblem kann sich ergeben wenn Pferde aus einem betroffenen Bestand in einen anderen verbracht werden. Überprüfen Sie ob und welche Form von Kontakt (Nutzung einer gemeinsamen Reithalle, in jüngster Vergangenheit auf demselben Turnier gewesen, direkter Kontakt möglich über den Weidezaun, etc.) mit dem betroffenen Stall stattfindet oder stattgefunden hat.

Eine Quarantäne für den gesamten Stall ist zwingend notwendig. Kein Pferd sollte den Bestand, außer aus Isolationsgründen, verlassen. Zusätzlich kann ein Transport zu Stress führen und dadurch einen Krankheitsausbruch bedingen.

Auch, wenn Ihr eigenes Pferd keinen direkten Kontakt zum erkrankten Pferd hat, sollten Sie bei Ihrem täglichen Besuch auf eventuelle Krankheitszeichen achten. Das tägliche Messen der inneren Körpertemperatur ist eine einfache und schnelle Möglichkeit, um zu sehen ob mein Pferd Fieber hat (Normaltemperatur zwischen 37,5 °C bis 38,3 °C).

Wenn Pferde in Einzelboxen gehalten werden, dann müssen für jedes Pferd ein individueller Kittel sowie Einmalhandschuhe zur Verfügung gestellt werden. Der Kittel wird am besten am Eingang der Box aufgehängt. Nach Verlassen der Box bitte mit den Schuhen direkt über eine Desinfektionsmatte gehen oder in ein Desinfektionsbad steigen.

Händewaschen zwischen jedem Pferdekontakt ist Pflicht!

Wird ein EHV Bestandsausbruch im Umkreis festgestellt, dann empfiehlt es sich Orte und Anlagen zu meiden bei denen Pferde aus verschiedenen Ställen zusammenkommen können.

Vermeiden Sie den direkten Nase-zu-Nase Kontakt zwischen Ihrem Pferd und unbekannten Pferden, sowie den Kontakt mit Pferden mit Fieber. Verwenden Sie Halfter, Trense, Putzzeug, Sattel nur für ein und dasselbe Pferd. Tauschen oder leihen Sie nicht!

Das Herpesvirus breitet sich möglicherweise über kleinere Abstände, 10 – 30 Meter, unter günstigen Umständen aus. Das Virus kann auf glatten Oberflächen in einem Stall ohne Sonneneinstrahlung und ohne größere Temperaturschwankungen für länger als 2 Tage infektiös bleiben.

 

Bleiben Sie gesund, Ihre Pferdeklinik Bilsen!

Frau Kröger ist aus der Elternzeit zurück

Familien-Comeback

Ab dem 01. September begrüßen wir Frau Dr. Lina Kröger (geb. Fister) aus ihrer Elternzeit zurück in unserem Klinikteam. Nach intensiver Betreuung ihrer kleinen Tochter freut auch Frau Dr. Kröger sich riesig wieder, bei uns zu sein und Patienten zu betreuen.

Ihre Schwerpunkte liegen in der Orthopädie, in der Unrittigkeitsdiagnostik und der bildgebenden Diagnostik.

 

Mehrkosten bei Schlachttier! Warum?

Ein "Schlachttier" verursacht Mehrkosten. Warum ist das so?

Der Gesetzgeber verlangt von uns Tierärzten, alle eingesetzten Medikamente genau zu dokumentieren. Sobald wir diese bei einem Schlachttier anwenden, sind wir verpflichtet diese sowohl im Pferdepass zu vermerken, als auch pro Behandlung einen Anwendungs- und Abgabebeleg (AUA-Beleg) auszufüllen. Diesen AUA-Beleg müssen wir zudem 5 Jahre aufbewahren. Das ist je nach Behandlungsumfang und Aufenthaltsdauer sehr umfangreich und aufwendig. Aus diesem Grund fallen zusätzliche Gebühren an.

Gebührenliste der sogenannten "Schlachttier-Gebühren" (Angaben netto):

Ausfüllen der Statusfeststellung (GOT102): 11,44€

Eintragung in den Pferdepass (GOT102):      6,00€ pro Medikament

Abgabe- und Anwendungsbeleg (GOT102):  11,44€ pro Formular*

*Es kann vorkommen, dass pro Behandlungstag mehrere Formulare technisch notwendig werden!

Da alle Tierärzte von den Kontrollbehörden auf eine strikte Einhaltung der Dokumentationspflicht hingewiesen worden sind, müssen wir uns selbstverständlich auch daran halten. Aus diesen Gründen möchten wir Ihnen in Ihrem Interesse nahelegen, dass sie zum EInen immer den Pferdepass mit dem Pferd führen und zum Anderen empfehlen wir Ihnen, sich für den Status Nicht-Schlachtpferd zu entscheiden.

Neue Büro-Öffnungszeiten

Unsere neuen Büro-Öffnungszeiten - Veränderte Notfallzeiten

Wir, die Pferdeklinik Bilsen, streben einen optimalen Umgang mit unseren Kunden an. Somit haben wir vor einiger Zeit eine Zufriedenheitsumfrage durchgeführt, um unsere Leistungen den Wünschen der Patientenbesitzern anzupassen. Aufgrund der entstandenen Ergebnisse haben wir unsere Öffnungszeiten noch einmal überdacht.

Daraus ergibt sich, dass unsere Außenpraxis nun auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 9 bis 14 Uhr bei Notfällen für unsere Kunden zur Verfügung steht.

 

Neue Bestimmungen für den Notfalldienst

Zudem schreibt seit Februar 2020 die Gebührenordnung der Tierärzte (GOT) eine Veränderung der Notdienstleistungen vor.

Zu aller erst: Was ist die GOT?

Die GOT ist ein vorgeschriebenes Gesetz, dass für alle Tierärzte gilt. Es ist also jeder Tierarzt dazu verpflichtet nach der GOT abzurechnen, um den Wettbewerb zu minimieren und Preisdumping zu verhindern, um somit auch die Qualität der Leistungen zu wahren. Auch wir, die Pferdeklinik Bilsen, sind dazu verpflichtet uns an diese Änderungen zu halten.

Was hat sich also nun geändert?

  1. Das Fahrtgeld im Notfall wurde auf 3,50€ erhöht. Zudem ist der Mindestsatz von 10€ auf 13€ gestiegen.
  2. Zu bestimmten Zeiten muss nun eine generelle Notfallpauschale von 50€ berechnet werden.
  3. Bei Notfällen muss mindestens der 2-fache Satz abgerechnet werden und es darf sogar bis zum vierfachen Satz abgerechnet werden.

Gründe für die Änderung:

Es hat sich über die letzten Jahre nach und nach eingeschlichen, dass Tierärzte zu Notfällen gerufen werden, die gar keine Notfälle sind. Beispielsweise eine schon länger bestehende leichte Lahmheit (seit mehreren Wochen) soll plötzlich ganz dringend angeschaut werden und der Tierarzt wird spät abends gerufen. Solche Vorfälle sollen durch die Änderung verhindert werden, damit ein Notfall auch wirklich ein Notfall bleibt.

Hilfe wir haben Fieber im Stall- Was nun?

Immer wieder hört man aus dem einen oder anderen Stall, dass dort ein Pferd fieberhaft erkrankt ist und meistens kommen bei den Tests dann unerfreuliche Ergebnisse heraus.

Die am häufigsten vorkommenden Infektionserkrankungen sind Herpes (Equines Herpesvirus Typ 1 und 4), Influenza und Druse (Strep. Equi spp. Equi).

Zum Glück gehen zu Zeiten von Facebook und anderen sozialen Netzwerken viele Stallbetreiber den Weg der offenen Kommunikation und stellen ihren Stall unter Quarantäne. Somit kann zumindest in vielen Fällen eine weitere Ausbreitung eingedämmt werden.

Der erste Übertragungsweg ist in der Regel eine Übertragung von Pferd zu Pferd. Doch auch die Möglichkeit der Übertragung durch Material, Personen oder sogar Luft ist möglich.

Deshalb ist es wichtig, offen zu kommunizieren und über gewisse Hygieneregeln zu sprechen.

 

Wie sollte ich mich verhalten, wenn in meinem Stall ein erkranktes Pferd steht, aber mein eigenes nicht betroffen ist?

Wenn die erkrankten Pferde bereits vom restlichen Bestand isoliert sind, ist die Übertragung von Pferd zu Pferd bereits unterbunden. Dabei sollten vor allem Pferde, die mit dem Patienten in engem Kontakt standen, täglich auf Krankheitszeichen untersucht werden.

Auch, wenn Ihr eigenes Pferd keinen direkten Kontakt zum erkrankten Pferd hat, sollten Sie bei Ihrem täglichen Besuch auf eventuelle Krankheitszeichen achten. Das tägliche Messen der inneren Körpertemperatur ist eine einfache und schnelle Möglichkeit, um zu sehen ob mein Pferd Fieber hat. Am besten misst man dafür immer circa zur gleichen Tageszeit, da es zu natürlichen Schwankungen kommen kann.

Das regelmäßige Reinigen von Materialen, zum Beispiel Eimer, Schüsseln oder Mistgabeln, sorgt für eine Minderung des Keimdruckes. Auch sollten für kranke und gesunde Pferde unterschiedliche Arbeitsutensilien verwendet werden.

Zur guten Hygiene gehört, das Waschen der Hände und die Vermeidung von direktem Kontakt zu anderen Pferden. Quarantänebereiche sollten nur von einem möglichst kleinen festgelegten Personenkreis betreten werden und auch als solche gekennzeichnet sein.

Wenn Sie sich in mehr als einem Stall am Tag aufhalten, ist es sinnvoll die Kleidung zu wechseln, um keine Keime von einem Stall in den nächsten zu tragen.

 

Vermeiden Sie es, wenn möglich, in diesem Zeitraum mit Ihrem Pferd zu verreisen, egal ob Turnier, Training oder Urlaub.

Sollten Sie einen Termin mit Ihrem Tierarzt, Hufschmied, Trainer, Sattler, etc. haben, informieren Sie diese Personen bitte vorher über den Status in Ihrem Stall. Damit auch diese die Möglichkeit haben, eventuelle Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Nicht zwingend erforderliche Terminen könnten eventuell verschoben werden. 

„Neues Jahr, neues Glück“

Bei Ihrem neuen Glück unterstützen wir Sie gern mit einer Ankaufsuntersuchung. Was für ein Pferd suche ich? Ein Sportpferd, einen Freizeitpartner  oder einen Beisteller?

 Ist es überhaupt das richtige Pferd für meine „Zwecke“?

Um diese Frage genauer beantworten zu können, kann Ihnen eine Ankaufsuntersuchung helfen. Der Gesundheitszustand des Pferdes ist ein wichtiges Kriterium für den Kauf.

Was wird bei einer Ankaufsuntersuchung geprüft?

  • Der allgemeine Zustand des Pferdes
  • Untersuchung der Haut und des Haarkleides
  • Prüfung des Atmungsapparates
  • Prüfung des Nervensystemes
  • Augenuntersuchung
  • Prüfung des Bewegungsapparates
  • Untersuchung des Herz-/Kreislaufsystemes

 Zusätzliche Leistungen:

  • Röntgenaufnahmen
  • Ultraschalluntersuchung
  • Dopingprobe
  • Zuchttauglichkeitsuntersuchung
  • Bronchoskopie

Haben Sie weitere Fragen zum Thema „Ankaufuntersuchung“? Melden Sie sich gern bei uns in der Pferdeklinik Bilsen.